Die 3 häufigsten Fehler beim Einstieg in das Laserstrahlschmelzen


Laserstrahlschmelzen

Die additive Fertigung ist eine bahnbrechende Technologie und immer mehr Industrieunternehmen erwägen, Laserstrahlschmelzen zur Fertigung von Metallbauteilen einzusetzen. Dabei gehen sie in der Regel frei nach dem Motto vor »Maschine kaufen und loslegen«.

Ist es in der Praxis tatsächlich so einfach, eine zuverlässige, sichere und wirtschaftliche Produktionsanlage für additive Fertigungsprozesse einzurichten und zu betreiben? Es zeigt sich dann schnell, dass der Einstieg in das selektive Laserstrahlschmelzen deutlich über eine simple Plug-and-Play-Installation hinausgeht und es wird schnell ersichtlich, dass Erfahrung und Expertise wichtige Erfolgsfaktoren in diesem Bereich sind.

Air Liquide und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU beleuchten gemeinsam die drei häufigsten Missverständnisse und Fehlerquellen und wie man diese vermeiden kann. Oder informieren Sie sich ausführlich in unserem Whitepaper mit 10 Tipps, wie Sie erfolgreich mit Laserstrahlschmelzen in Ihrem Unternehmen starten.

So gelingt der Einstieg ins Laserstrahlschmelzen!

Jetzt Whitepaper kostenlos als PDF erhalten.

Fehler 1: Laserstrahlschmelzen nur als neues Produktionsverfahren zu betrachten

Additive Fertigungsverfahren bieten weit mehr als die Fertigung von Bauteilen mit einer anderen Maschinentechnik. Um ihr Potential in vollem Umfang ausschöpfen zu können, ist ein vollständiges Umdenken beim Entwerfen und Planen von Bauteilen erforderlich. Wenn Sie weiterhin konventionelle Bauteile mithilfe dieser neuen Technologie herstellen, werden Ihnen die meisten Vorteile entgehen, die das Verfahren bietet.

Fehler 2: Umsetzung des Einstiegs in kompletter Eigenregie

Wenn Sie als Einsteiger mit wenig Erfahrung auf diesem Spezialgebiet beginnen, ist es ratsam, zunächst mit erfahrenen Partnern zusammenzuarbeiten. Dies ist zwar mit Kosten verbunden, auf lange Sicht zahlt sich die Investition jedoch aus und Sie sparen Zeit und Mühe. Nicht umsonst verfügen größere Unternehmen über Expertenteams für additive Fertigungsverfahren oder bevorzugen es, mit Dienstleistern oder Lohnfertigern zusammenzuarbeiten, die über spezifisches Know-how auf dem Gebiet verfügen.

Fehler 3: Anschaffung einer Maschine ohne Berücksichtigung der Infrastruktur

Additive Fertigungsverfahren erfordern einiges mehr als nur die bloße Anschaffung einer neuen Maschine. Zum einen muss eine lückenlose Prozesskette zur Vor- und Nachbehandlung der Teile sowie eine entsprechende Infrastruktur implementiert werden, und zum anderen sind Fachkräfte mit angemessenen Kenntnissen unerlässlich. Betriebsstoffe wie Strom, Druckluft, Industriegase (bspw. Argon und Stickstoff) und auch zusätzliche Einrichtungen (bspw. zur Nachbehandlung) werden oft nur als bloße Notwendigkeiten angesehen und allenfalls in letzter Minute berücksichtigt. Wenn Termine unter Zeitdruck eingehalten werden müssen und der Aufstellungsort der Anlagen feststeht, wird die notwendige Infrastruktur einfach eingepasst. Im Ergebnis entsteht häufig ein suboptimales Setup und dadurch ungeplante und überflüssige Kosten – insbesondere, wenn die Anzahl der Maschinen steigt.

Sie möchten weiterführende Tipps?

Air Liquide und das Fraunhofer IWU haben ein umfangreiches und detailliertes Whitepaper mit 10 praktischen Tipps und weiterführenden Informationen zum Thema »Laserstrahlschmelzen« zusammengestellt. 

Additive Fertigung metallischer Bauteile: Empfehlungen und Praxistipps für das Laserstrahlschmelzen

Lesen Sie das Whitepaper, wenn Sie

  • additive Fertigung und speziell das selektive Laserstrahlschmelzen in Ihrem Unternehmen einführen wollen
  • erfolgreich ein optimales Produktionsumfeld schaffen möchten
  • an wertvollen Tipps für das Tagesgeschäft in der Produktion interessiert sind

Über die Autoren

Dr. Bernhard Müller war nach dem Maschinenbaustudium in Dresden und den USA knapp 12 Jahre in der Industrie tätig. Seit 2008 arbeitet Müller als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, begründete dort das neue Forschungs- und Geschäftsfeld »Generative Verfahren« und führt dieses als Abteilungsleiter. Zudem fungiert Bernhard Müller als Sprecher der Fraunhofer-Allianz »Generative Fertigung«.

Markus Effinger studierte Wirtschaftschemie in Münster und ist seit über 10 Jahren in der chemischen Industrie tätig. Seit 2015 arbeitet Effinger bei Air Liquide in Deutschland als Market Manager im Bereich Automobil und Metallverarbeitung. Zu seinen Schwerpunkten zählt die Entwicklung von Angeboten im Bereich additive Fertigung für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Das Fraunhofer IWU und Air Liquide arbeiten eng bei der Entwicklung neuer Ideen und Technologien für das Laserstrahlschmelzen zusammen. Das Whitepaper entstand aus dem gemeinsamen Anliegen, Anwendern den Einstieg in die additive Fertigung zu erleichtern. Zu den Mitautoren zählen außerdem Coralie Charpentier, Marie-Caroline Dick, Francis Briand, Fabien Januard, Richard Kordaß und Thorsten Schnabel.